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14.05.2020 Tagesimpuls

“Öffentliche Gottesdienste”

 Tagesimpuls für Donnerstag, den 14. Mai 2020

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Hinweisschild 



Liebe Leserinnen und Leser,

 

seit dem 1. Mai 2020 sind sie also wieder möglich:

 

Öffentliche Gottesdienste !

 

Zunächst nur vereinzelt im Erzbistum, seit vergangenem Wochenende nun auch in unseren Seelsorgebereichen “Alfter” und “Bornheim - Vorgebirge” und wahrscheinlich auch ab 23. Mai im Seelsorgebereich “Bornheim - An Rhein und Vorgebirge” feiern wir wieder miteinander Gottesdienste. Viele Ehrenamtliche aus den Gremien, Gruppen und darüber hinaus versuchen die Vorgaben des Erzbistums für die Feier der Heiligen Messen in auf die jeweiligen Kirchen abgestimmten Konzepten umzusetzen.

 

Mindestabstand, markierte Plätze, Ordnungsdienste, Mund- und Nasenschutz, Namenslisten, ... einfach ALLES muss zum Schutz der Menschen vor dem Cororna-Virus bedacht werden. Denn eines ist klar: Niemand möchte, dass sich jemand infiziert, eine ganze Gottesdienstgemeinde in Quarantäne muss oder vielleicht sogar jemand stirbt.

 

Ich finde es sehr gut, dass sich unsere Gemeinden die nötige Zeit genommen haben, unsere nun wieder öffentlichen Gottesdienste unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit auf den Prüfstand zu stellen.

Und doch wird uns so vieles noch lange fehlen. Der gemeinsame Gesang zum Beispiel. Das Beten mit all unseren Liedern. Oder der Handschlag, die Umarmung beim Friedensgruß. Auch Katechesen zum Beispiel in Familienmessen werden in nächster Zeit nicht mehr so sein wie früher. Aber ich bin sehr froh und dankbar, dass wir uns wieder in unseren Kirchen treffen können, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.

 

Ganz besonders dankbar bin ich auch den Menschen, die seit Wochen und Monaten das gemeinsam Verbindende unseres Glaubens und unserer Gemeinschaft über das Internet zu uns nach Hause gebracht haben und immer noch bringen. Ob es gestreamte Gottesdienste aus unseren Kirchen sind, tägliche Impulse, Gebete, Vorlagen für Gottesdienste für zu Hause im Kreis der Familie ... all das zeigt mir nochmal mehr, wie Gottes- dienstgemeinschaft auch gerade Dienst an der Gemeinschaft der an Gott Glaubenden ist.

 

Und dazu noch all die verbindenden Aktionen: Palmzweige und Osterkerzen, die zu den Gemeindemitgliedern nach Hause gebracht wurden, Angebote der Lotsenpunkte und Nachbar- schaftshilfen, all die kleinen Zeichen und Gesten der Hilfe bis hin zum stillen Gebet. Auch wenn es keine öffentlichen Gottesdienste gab, so haben wir diese gefeiert, denn Gottesdienst ist gerade auch der Dienst am Nächsten. Gottesdienst geschieht durch Nächstenliebe,

 

Ich wünsche mir sehr, dass wir im Alltag, in unserer Freizeit, bei der Arbeit, im Kindergarten, in der Schule und auch in unseren

Pfarrgemeinden wieder zu dem zurückkehren, was “früher” war. Dazu sind die öffentlichen Gottesdienste auch wieder ein kleiner Schritt. Ich wünsche mir aber auch, dass das bleibt, was wir gerade in dieser Krise in einem so großen Maß gewonnen haben: Gottesdienst durch die Nächstenliebe! Und das über die Feier der Liturgie hinaus!

 

Dass das nichts Neues ist, dass wissen wir. Schon immer waren die “Diakonie”, der Dienst am Menschen und die Nächstenliebe, die “Martyria”, das Zeugnis der Verkündigung, und die “Liturgia”, der gefeierte Glauben, die drei Säulen kirchlichen Handelns und Lebens. Doch die neuen und vielfältigen Ansätze in all diesen Bereichen unsers gelebten Glaubens müssen wir bewahren.

 

Jetzt dürfen wir uns aber zunächst einmal darüber freuen, dass wir gemeinsam, zwar unter strengen Auflagen, wieder öffentliche Gottesdienste feiern dürfen.

 

Mit herzlichen Grüßen

der Seelsorgerinnen und Seelsorger aus Alfter und Bornheim Ihr und Euer Diakon Adi Halbach

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

 

www.kath-kirchen-bornheim.de, www.BaRuV.de und www.pfarreiengemeinschaft-alfter.de