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19.05.2021 Wochenimpuls

HIER. Bei DIR-Tagesimpuls der Hoffnung des SR Alfter/Bornheim

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Foto: ©pixabay
Sehnsucht
Sehnen und suchen, diese Überschrift passt für mich zum vergangenen Jahr.
Ziemlich oft habe ich mich in den letzten Monaten nach etwas gesehnt, das
nicht möglich war: Dem Schwimmbadbesuch (auch damit unsere Tochter
weiter schwimmen üben kann) oder danach Freunde und Familie zu treffen
und unbeschwert miteinander Zeit zu verbringen. Manchmal auch nur nach
einem „normalen“ geregelten Alltag. Sicherlich ist es vielen, ja fast allen so
oder ähnlich gegangen.
Gesucht habe ich auch: nach Lösungen, um mit der schwierigen Situation gut
umzugehen. Die Kinder in unserer Nachbarschaft waren darin kreativ: Sie
haben mit Kreide ein Coronavirus auf die Straße gemalt. Vor das Virus wurden
dann dicke Gefängnisgitter gemacht. Dort – davon waren sie felsenfest
überzeugt – kommt es nicht raus und kann keinen Schaden mehr anrichten. Ich
als Erwachsene hatte da leider nicht so griffige Lösungen parat. Dafür habe ich
habe mich von einer anderen Seite kennengelernt - vielleicht sogar etwas
besser als bisher. Mit meinen Grenzen aber auch mit meinen Stärken.
Immer wieder habe ich erlebt, dass ich nicht so handeln konnte, wie ich wollte
und es gewohnt war. Ich habe mich (zumindest zeitweise!) als ohn-mächtig
erlebt. Mit der Zeit wurde ich etwas gelassener und lernte, die Dinge so
anzunehmen wie sie sind. Und ich merkte, dass mich die Worte eines Liedes
begleiteten. Vielleicht kennen Sie es?

„Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst. -
Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz – sei da,
sei uns nahe, Gott.
Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in Furcht – sei
da, sei uns nahe, Gott.
Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod – sei da,
sei uns nahe, Gott.
Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir. Wir hoffen auf dich – sei
da, sei uns nahe, Gott.“
Text und Melodie: Anne Quigley / deutsch: Eugen Eckert
Hören können Sie das Lied unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=RfgXj6cHtE8
Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch sich getragen fühlen und gut durch die -
hoffentlich! - finalen Kilometer des „Corona-Marathons“ kommen!
Bleiben Sie gesegnet und behütet in allem, was ist!


Für das Pastoralteam des Sendungsraums Alfter/Bornheim
Andrea Windhorst-Riede, Pastoralreferentin