13.02.2026 Nachruf Pfarrer i.R. Georg Theisen
Wir werden ihn vermissen und sind dankbar ihn kennengelernt zu haben
Liebe Schwestern und Brüder,
mit großer Traurigkeit geben wir den Tod von Pfarrer in Ruhe Georg Theisen bekannt.
Er verstarb am Freitag, den 13. Februar 2026 im Hospiz.
Er lebte und verkündete die Frohe Botschaft der Auferstehung und Gemeinschaft bei Gott.
In dieser unerschütterlichen Hoffnung und Gewissheit war er vielen Menschen ein Vorbild und Beistand in schönen wie traurigen Lebenslagen.
Wir werden ihn vermissen und sind dankbar ihn kennengelernt zu haben.
In unerschütterlicher Hoffnung auf ein Wiedersehen in der Liebe Gottes
Im Namen des Pastoralteams
Diakon Martin Sander
Wir gedenken seiner in den Requien am Aschermittwoch, den 18.02.2026 um 18:30 Uhr in St. Mariä Heimsuchung, St. Lambertus und St. Matthäus, am Donnerstag, den 19.02.2026 um 18:30 Uhr in St. Jakobus und am Freitag, den 20.02.2026 um 18:30 Uhr in St. Mariä Himmelfahrt.
Die Auferstehungsmesse wird gefeiert am Samstag, den 21.02.2026, um 10:30 Uhr in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, Alfter- Oedekoven, Im Wingert 2.
Die Beerdigung findet im Anschluss auf dem Friedhof Oedekoven statt, Jungfernpfad.
Anstelle freundlich zugedachter Kranz- und Blumengaben bitten wir im Sinne des Verstorbenen um eine Spende für "LebEKa" auf das Konto der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde bei der Kreissparkasse Köln; IBAN DE12 3705 0299 0046 2108 03 mit dem Stichwort "Pastor Theisen «eigene Adresse für Spendenquittung »".
Abschied von einem Seelsorger mit Leib und Seele
Am 13. Februar 2026 verstarb Pfarrer Georg Theisen friedlich nach langer Krankheit. Pfarrer Theisen war ein „Spätberufener“. Nach dem Fachabitur im Bereich Technik, seiner Wehrpflicht bei der Bundeswehr sowie einem Studium der Sozialarbeit war er bis 1982 als Sozialarbeiter in Düsseldorf tätig. 1983 begann er sein Theologiestudium im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen (Grafschaft) – die einzige Möglichkeit für Berufstätige, ohne Vollabitur Priester zu werden –, 1987 folgte ein Praktikum in Kerpen -Türnich, 1988 die Diakonatsweihe und am 16. Juni 1989 die Priesterweihe durch Joachim Kardinal Meisner. Nach seiner Kaplanszeit in Elsdorf und Köln -Bickendorf wurde er am 8.3.1998 als Pfarrer in den Gemeinden St. Mariä Himmelfahrt, St. Mariä Heimsuchung und St. Jakobus – den sog. Mittelgemeinden - in der Pfarreiengemeinschaft Alfter und später der pastoralen Einheit Alfter-Bornheim tätig. 22 Jahre später trat er aus Krankheitsgründen in den Ruhestand. Als Pfarrer i.R. verstand er sich nicht als Ruheständler sondern als „Pfarrer in Rufbereitschaft“ und hielt weiterhin regelmäßig Gottesdienst, taufte, traute und beerdigte und unterstützte das Gemeindeleben.
Pfarrer Theisen war ein Seelsorger mit Leib und Seele. Kinder- und Jugendarbeit sowie Familienarbeit waren seine Schwerpunkte. Einen besonderen Akzent legte er auf die Ökumene. Zusammen mit dem evangelischen Kollegen und Freund Pfarrer Andreas Schneider begründeten sie den besonderen Gottesdienst zum „Tag der deutschen Einheit“ ins Leben, der seit über 30 Jahren gefeiert wird. Pfr. Theisen begleitete regelmäßig die Wallfahrten der Kevelaer-Bruderschaft und pflegte den Kontakt zu der Schützenbruderschaft. „Exerzitien im Alltag“ waren ihm ein Herzensanliegen. Diese führte er gemeinsam mit Marita Thenée und einem Team mehr als 20 Jahre in unseren Gemeinden durch. Als geistlicher Begleiter war er auch bei Familienexerzitien des Erzbistums tätig.
Er liebte den Karneval, ging selbst in die Bütt, hielt Mundartgottesdienste und genoss es, mit den Messdienerinnen und – dienern im Karnevalszug mitzulaufen. Von sich selbst sagte er: „Ein bisschen jeck bin ich schon.“ Er war ein Pfarrer, der vieles in der Gemeinde ohne Diskussion zuließ wie musikalische Experimente im Gottesdienst. Pfarrer Theisen war ein Kümmerer und „immer da“. Die Gläubigen werden ihn für die unermüdliche, selbstlose und liebevolle Seelsorge dankbar in Erinnerung behalten.
Sabine Harles